Wenn die Tage wieder kürzer werden und sich der Herbst in kleinen Schritten vorsichtig ankündigt, bedeutet das meistens zwei Dinge:

                                                  >> Vorsicht, Spoiler-Alarm<<

Erstens, dass wir dem Sommer bald schon wieder Lebewohl sagen müssen. Und zweitens, dass wieder Sturm-Zeit ist. Die Rede ist hier natürlich vom Getränk und nicht von den wilden Launen der Natur.

Also lasst uns lieber den Spätsommer feiern und die letzten lauen Sommerabende draußen verbringen, solange wir das noch können. Und falls ihr euch jetzt fragt wie man den Spätsommer am besten zelebriert? Ich würde sagen: Mit gutem Essen, Freunden und dem ein oder anderen Gläschen Sturm!

Aber was isst man bloß zum Sturm? Für mich gibt es da eigentlich nur eine Antwort: ZWIEBELKUCHEN mit scharfem Trauben-Zwiebel-Chutney. Der eignet sich nämlich auch hervorragend zur Verköstigung von Gästen.

Gewusst: Zwiebelkuchen ist übrigens eine Art Quiche und erinnert stark and die Quiche Lorraine. Der Unterschied ist allerdings der Teig. Während eine Quiche traditionell mit Mürbeteig gemacht wird, bettet der Zwiebelkuchen seine Füllung in einem luftigen Hefeteig. Außerdem werden die Zwiebeln nicht roh, sondern leicht angedünstet verarbeitet.

Zubereitung Zwiebelkuchen:

  1. Ofen (Ober-/ Unterhitze) auf 170° C vorheizen.
  2. Für den Teig in einer Schüssel das Mehl mit Zucker, Salz und Trockenhefe gut vermischen. Milch dazugeben und zu einem geschmeidigen Teig verkneten. Den Teig zugedeckt und an einem warmen Ort für mindestens 60 Minuten ruhen lassen. Tipp: Der Teig kann auch am Vortag vorbereitet werden. Nach dem Gehen einfach in den Kühlschrank stellen. Der Teig kann dann ganz normal weiterverarbeitet werden.
  3. Wer mit frischer Hefe arbeitet: Mehl in eine Schale geben und eine kleine Kuhle in der Mitte formen. Darin die Hefe (in Stücken) mit dem Zucker und der Milch zu einem Vorteil verarbeiten und ein paar Minuten gehen lassen.
  4. Während der Teig ruht, die Zwiebeln Schälen und in feine Ringe schneiden. Einfacher geht es mit einem Hobel oder einer sogenannten Mandoline.
  5. Die Zwiebeln in einer Pfanne mit etwas Öl und Salz leicht andünsten. So verlieren sie ihre Schärfe.
  6. Die Zwiebeln auskühlen lassen.
  7. Für die Füllung Sauerrahm und Obers verquirlen. Nach und nach die Eier hinzugeben und zu einer homogenen Masse verrühren. Mit Salz, Pfeffer und Muskatnuss abschmecken.
  8. Den Teig ausrollen (circa 1 cm dick) und in die Tarte-Form geben. Tipp: Wenn die Form mit dem Teig ausgelegt ist, die überschüssigen Ränder mit einem Nudelholz entfernen. Hierfür einfach über den Rand der Tarte-Form rollen. Das ergibt einen perfekten Rand. Tipp: Aus den Teig- und Zwiebelresten kann man noch kleine Semmeln formen und backen.
  9. Die Zwiebeln auf dem Teig in der Tarte-Form platzieren. Dann die Obers-Ei-Masse darüber verteilen.
  10. Den Zwiebelkuchen im vorgeheizten Ofen (Ober-/ Unterhitze) bei 170° C backen. Sobald die Masse gestockt und der Teig goldgelb ist, den Zwiebelkuchen aus dem Ofen nehmen und leicht abkühlen lassen.
  11. Mit etwas Sauerrahm und Trauben-Zwiebelchutney servieren und noch warm genießen.

Zubereitung Trauben-Zwiebel-Chutney:

  1. Die Trauben halbieren und entkernen.
  2. Zwiebel schälen und in grobe Würfel schneiden. In einem kleinen Topf mit etwas Öl und Salz andünsten.
  3. Dann die Traubenhälften hinzufügen.
  4. Mit Süßwein ablöschen, kurz aufkochen lassen und weitere 15 bis 20 Minuten bei geringer Hitze köcheln lassen bis das Chutney etwas eingedickt ist.
  5. Mit etwas Salz, Pfeffer und der frischen Chili sowie Balsamico-Essig abschmecken.
  6. Das fertige Chutney in saubere Einmachgläser füllen, verschließen und abkühlen lassen.
  7. Ungeöffnet ist das Chutney mehrere Wochen haltbar.
  8. Das Chutney schmeckt übrigens auch hervorragend zu Fleisch und Käse.

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