Rund um die Sommersonnenwende blüht das Johanniskraut. Diese Heilpflanze wird auch heute noch traditionell vor dem 24. Juni gesammelt. Sie enthält ätherische Öle, Bitter- und Gerbstoffe. Der Sage nach speichert Johanniskraut im Sommer die Sonne in ihren Blättern und gibt diese im Winter an den Menschen ab. Aus den gelben Blüten und Knospen der Pflanze kann man ein entzündungshemmendes und Hautberuhigendes Öl gewinnen. Es eignet sich besonders gut bei irritierter Haut, Verstauchungen und Sonnenbrand. Die Herstellung ist ganz einfach, das einzig Schwierige daran ist, die Pflanze aufzuspüren. Sie wächst besonders gerne an Wegrändern auf trockenen, kargen Böden. Also auf in die Natur!

Wenn du circa eine Handvoll der Johanniskrautblüten gesammelt hast, kannst du schon mit der Herstellung beginnen. Sie enthalten Hypericin, welches das Öl mit der Zeit rot färbt, daher wird es auch Rotöl genannt.

Zubereitung:

Leg die frisch gesammelten Johanniskrautblüten auf eine trockene Unterlage damit Insekten das Weite suchen können. Dann gibst du das Kraut in ein helles Glas und drückst die Blüten leicht an, damit der rote Farbstoff austritt. Nun brauchst du es nur noch mit Olivenöl begießen bis alles bedeckt ist. Gut mit einem Deckel verschließen und noch einige Wochen an einem hellen Ort ziehen lassen. Vergiss nicht das Öl hin und wieder zu schütteln, damit sich die Wirkstoffe gut verteilen können. Sobald eine schöne Rotfärbung entstanden ist, kannst du es filtern und verwenden. Achtung! Das Öl erhöht die Lichtempfindlichkeit der Haut. Bitte nimm es nicht wenn du in die Sonne gehst.