Ich schreibe gerne gemischte Sätze, aber am liebsten trinke ich sie und zwar im Schanigarten oder beim Heurigen. Komischer Name für einen Wein, Gemischter Satz. Was ist da eigentlich drinnen? Die Antwort heißt Vielfalt. Der Wein ist aus vielen verschiedenen Rebsorten, ja es können bis zu 20 verschiedene sein. Rebsorten wie zum Beispiel Grüner Veltliner, Muskateller, Rhein-Riesling, Pinot Gris uvm. sind nebeneinander in einem Weingarten gepflanzt und werden zum selben Zeitpunkt gelesen. Das unterscheidet den Gemischten Satz von einer

Cuvée. Heutzutage sind es oft weniger als 20 verschiedene Rebsorten im Gemischten Satz, was aber hundert prozentig drinnen steckt ist Tradition. Früher war der Gemischte Satz eine Art Risikominimierung, um im Falle von schlechtem Wetter, Frost oder Krankheiten zumindest einen Teil der Ernte erhalten zu können. Heutzutage geht es nicht mehr ums Risiko sondern um die Kunst die Vielfalt der Sorten auszubalancieren. Das macht den Wein für die Winzer und für die Weingenießer so spannend. Vielfalt ist immer gut und ich freu’ mich schon auf die vielen Gemischten Sätze, die ich im Sommer noch „open air’’ genießen werde.

Der Gemischte Satz hat Tradition in Wien und zur Pflege und Erhaltung der Tradition hat der Wiener Gemischte Satz seit 2013 auch den DAC Status. Und ein Slow Food Presidio ist der Wiener Gemischte Satz außerdem. Bei mir gibt es aber auch eine Tradition: Im Frühling geht es mit Rucksack und per pedes Richtung Wiener Weinberge. Allen voran marschier’ ich gerne auf den Nussberg. Manchmal mit freundlicher Unterstützung der Straßenbahn Linie 38 ; ) Also auf auf, nicht nur gemischte Sätze lesen – mehr Gemischten Satz genießen ist das Motto für den Frühling 2015! Wo genau? Meine Ausflugs-Tipps zum Gemischten Satz:

Heuriger am Nussberg:

Mayer am Nussberg:

Buschenschank in Residence by Jutta Ambrositsch:

Geöffnet an den ersten zwei Juni-Wochenenden und nach Sommerpause wieder ab Ende August