Oftmals assoziieren wir Rhabarber mit Obst. Jedoch ist er ein vielseitig einsetzbares Gemüse. Hergeleitet von den beiden Termini „rheum“ und „barbarum“ bedeutet das letztere Wort „fremd, ausländisch“. Somit können wir davon ausgehen, dass es sich bei den rosarot bis rot ja sogar grünen Stangen um kein heimisches Gemüse handelt. Erst im 19ten Jahrhundert fassten die Samen der Pflanze in den botanischen Gärten Europas Fuß. Zunächst wusste man jedoch nicht, welcher Teil der Pflanze genießbar sei. Somit standen anfangs die Blätter der Pflanze im Mittelpunkt.

Für lange Zeit fand die wertvolle Pflanze in den Küchen keine Verwendung, was vielleicht auch damit zu tun hatte, dass erst ab Ende des 19ten Jahrhunderts Zucker für alle Bevölkerungsschichten zugänglich wurde. Denn das Frühjahrsgemüse wird vor allem für die Herstellung von Süßspeisen verwendet, wie beispielsweise ein herrlich, duftendes mit Gewürzen verfeinertes Rhabarberkompott. Eine kleine süß- saure Geschmacksexplosion.

Zubereitung:

  1. Zucker in Limettensaft bei mittlerer Hitze schmelzen. Mit Wasser und Apfelsaft ablöschen.
  2. Weitere Zutaten, bis auf den Rhabarber, beimengen und in einem Topf für ca. 10 Minuten leicht köcheln.
  3. In der Zwischenzeit, Rhabarber waschen und putzen.
  4. In ca. 3 bis 4 cm große Stücke schneiden.
  5. Gewürze entfernen, Rhabarber beimengen und für weitere 2 bis 3 Minuten köcheln lassen.

Noch warm oder kalt genießen.

Rharbarberkompott