Ich mag meinen Sommer heiß und scharf, und ich liebe es Kohlehydrate in würzige Soßen zu dippen. Ich möchte euch somit meinen persönlichen veganen Liebling vorstellen, der durch seine sanfte Abstimmung und kräftige Würze zu vielem passt. Seine großen Brüder nennen sich Harissa und Muhammara – sie haben seine Entwicklung maßgeblich beeinflusst.

Ich liebe Fernreisen, und das Erkunden von spannenden Schärfegraden. Was mir dabei immer wieder auffällt? Desto wärmer das Land, desto schärfer die Speisen. Woher kommt also der Wille hitzig zu essen, wenn einem die Sonne eh schon auf den Kopf sticht? Also, die Durchblutung wird angeregt, die Hautporen öffnen sich, man schwitzt stärker d.h. man fühlt sich zwar wärmer aber der Körper kühlt aus = Abkühlung durch Verdunstung. Da die Schärfe die Reizung der Schleimhäute und somit deren Durchblutung erhöht, wirkt sie außerdem als Geschmacksverstärker. Und ein letzter schöner Grund die Chiliproduktion zu unterstützen: Schärfe ist reiner Schmerz und dieser ist verbunden mit der Ausschüttung von Endorphinen. Scharf macht also glücklich. Danke Capsaicin, ich fühl mich sehr gut.

Vegan

ZUBEREITUNG

  1. Paprika aushöhlen und in mittelgroße Stücke schneiden. Für 15 Minuten auf hoher Stufe in einer beschichteten Pfanne anbraten. Der Paprika darf ruhig etwas schwarz werden, es muss doch rauchig schmecken. Ab und zu umrühren.
  1. Anschließend die Knoblauchzehen und den Frühlingszwiebel in große Stücke schneiden und für 5 Minuten heiß anrösten. Auch hier nicht aufs Umrühren vergessen.
  2. Das Olivenöl findet dann in nativer & gesunder Form beim nächstes Schritt Anwendung.)
  1. Fast fertig: alle Zutaten in den Mixer geben, den frischen Zitronensaft drüber und los gehts. Falls euer Mixer nicht so tut wie er soll, max. 1 EL Wasser dazugeben und mit einem Löffel ganz vorsichtig etwas nachhelfen.
  1. Servieren, und warm genießen.
Scharfer Alleskoenner Vegan