Wer kennt nicht das grüne, schaumige Getränk, das auch bei uns längst zur Mode geworden ist. Ob als Heißgetränk nur mit Wasser oder mit spezieller Milch und Wasser aufgegossen – viele kennen und lieben Matcha Tee!

Aber warum ist er gesund oder sagen wir gesünder als andere Grünteesorten, wo liegt der Unterschied?

Matcha ist eine spezielle Grünteesorte, die beschattet wächst. Meist werden die Blätter von Hand gepflückt, dann getrocknet und feinst vermahlen. Alles weitaus aufwändiger als normaler Grüntee.

Während wir beim Trinken von Grüntee die Blätter nach einigen Minuten abseihen, wird beim Matcha Tee durch den Verzehr des löslichen Pulvers das gesamte Teeblatt getrunken und alle seine gesunden Nährstoffe auch. Im Grüntee nur die wasserlöslichen, hier auch die nicht wasserlöslichen Nährstoffe. Dadurch erhält man ein Vielfaches der wichtigen Catechine (sekundäre Pflanzenstoffe), Aminosäuren, Vitamine, Chlorophyll, Fettsäuren und vieles mehr, im Gegensatz zum reinen Aufguss von Teeblättern.

Matcha ist ein gesunder Wachmacher durch die Kombination des reichlich vorhandenen Koffeins und des L-Theanins. L-Theanin ist eine Aminosäure, die in den Blättern von grünem und schwarzem Tee enthalten ist. Es gilt als das stärkste Antioxidans, kann die Blut-Hirn-Schranke passieren und unterstützt daher unser Gehirn und steigert die Konzentration. Matcha Tee als Muntermacher ist länger anhaltend als Kaffee mit Koffein.

Ich habe hier für euch ein paar Punkte aus Recherchen und eigenen Erfahrungen zusammengestellt, warum Matcha Tee (in Maßen getrunken) gut für die Gesundheit ist. Das „in Maßen“ gilt selbstverständlich für alles, was wir zu uns nehmen.

  • Der Stoffwechsel wird angekurbelt und hält uns länger wach als bei Kaffee.
  • Der Grundumsatz steigt, mehr Kalorien können vom Körper verwertet werden.
  • Bitterstoffe regen die Verdauung an, und sind besonders gesund für die Leber.
  • Bitterstoffe bremsen den Appetit auf Süßes. Nascht man bei Lust auf Süßigkeiten Bitterstoffe anstelle von Zucker, so verliert sich der Heißhunger auf Süßes. Es kostet am Anfang vielleicht ein wenig Überwindung, das gebe ich zu.
  • Matcha Tee besteht aus einer Kombination von Koffein und Catechinen - beide beeinflussen die Verstoffwechslung von Fett und Kalorien.
  • Grüntee, insbesonders Matcha Tee, hilft die Darmflora zu regulieren und die Gesundheit beginnt mit einer guten Verdauung. Dabei hilft Matcha auch das Essverhalten zu verändern. Denn eine gesunde Darmflora hat weniger Heißhunger auf Süßes.

Wollen wir uns nun einen Matcha Tee zubereiten! Ich trinke ihn gerne auch ohne Milch, dann spürt man die Bitterstoffe noch viel besser.

Zutaten:

1 TL Matcha Teepulver

1 EL Kokosblütenzucker oder Honig, könnt ihr auch weglassen, dann schmeckt er intensiver und ist kalorienärmer!

100 ml Wasser

100 ml Mandelmilch, Hafermilch, Sojamilch, Ziegenmilch,…

Zubereitung:

  1. Gutes, kalkarmes Wasser, wenn möglich und vorhanden, im Wasserkocher auf 80°C erhitzen. Einen Teelöffel Matcha Teepulver in eine Schale geben und mit heißem Wasser aufgießen. Im Handel werden Bambusbesen und Bambusschalen zum Tee verkauft, aber das Verrühren funktioniert auch in einer normalen Schale mit Schneebesen, Standmixer oder Milchschäumer. Wichtig ist, dass ihr gut verrührt, damit keine Klumpen entstehen.
  2. Erst dann die Milch bereitstellen. Ihr könnt das Milchgetränk eurer Wahl erhitzen oder wenn ihr nur eine kleine Menge Milch nehmt, auch direkt unter den Tee mischen, dann ist die Trinktemperatur bereits abgekühlt und der Matcha Tee ist sofort trinkbereit.
  3. Wenn ihr noch mehr Schaum wollt, dann mixt alles nochmal durch mit dem Standmixer oder Milchschäumer. Somit bekommt ihr einen wunderbaren, cremigen Matcha Tee mit grünem Schaum.

Ich variiere gerne und trinke Matcha manchmal nur mit heißem Wasser und manchmal mit den verschiedensten Milchsorten, je nach Geschmack, Lust und Laune und freue mich jedes Mal sehr darauf, wenn ich ihn frisch zubereite.

Viel Vergnügen und lasst es euch schmecken!

Eure Lisa