Slow = Langsam ! Slow Food = Langsames Essen ?

Warum sollten wir in der heutigen schnellen Welt langsam Essen? Ist nicht „Fast Food“ der Zahn der Zeit?

Eben nicht. „Slow Food“, die italienische Gegenbewegung zu „Fast-Food“ erobert seit einigen Jahren unsere Teller und bringt damit eine Portion Genuss, Achtsamkeit und Qualität zurück. Ziel von Slow Food ist es, die regionale Esskultur sowie traditionelle Lebensmittel und Verarbeitungsmethoden zu bewahren und dabei Genuss und Gemeinschaft zu leben. Slow Food

Das Problem

Wir drehen uns im Kreis !

Unsere Erde dreht sich schnell - sehr schnell. Die heutige Gesellschaft verlangt, uns ihrem Tempo anzupassen, und uns eben so schnell um unsere eigene Achse zu drehen.

Wir nehmen uns immer seltener Zeit, Dinge im Alltag langsam und bewusst anzugehen. Stattdessen schreiben wir To-do-Listen, Einkaufslisten, Merklisten, die im Eiltempo abgearbeitet werden.

Alles soll schnell gehen. Schnellzüge, schnelleres Internet, schnellere Computer, Schnellkochtöpfe, … und was kommt dann … schnellere Gehirne?

Leider nicht.

Die Forderung an Geschwindigkeit macht auch vor dem Essen nicht halt. Doch das Essen ist unsere wichtigste Energiequelle und ein Moment der Entspannung, des Genusses und der Konvivialität!

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Eine mögliche Antwort …

… ist jene von Carlo Petrini - dem Gründer von „Slow Food“!

Petrini veranstaltete vor rund 30 Jahren auf der Piazza di Spagna ein Spagetti Essen, als Protest gegen die steigende Anzahl an ungesunden Fast-Food Restaurants und legte damit den Grundstein für eine weltweite Bewegung.

Petrini wollte die Aufmerksamkeit zurück auf das Zubereiten von Essen und auf den Genuss bei Tisch lenken – mit Erfolg.

Slow Food galt ursprünglich seinen italienischen Mitmenschen, erreichte und begeisterte aber bald viele andere Menschen und die Bewegung wuchs.

Heute ist Slow Food in mehr als 150 Ländern präsent und die Zahl wächst stetig.

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Was macht Slow Food so „SLOW“?

Slow Food - auch bekannt als „die Lehre des verantwortungsvollen Genießens“ promotet nicht schlicht gesundes und nachhaltiges Essen, sondern es ruft dazu auf, Teil einer Community, also Gemeinschaft zu werden, sich mit anderen Menschen zu verbinden und auszutauschen – es ist ein Lebensstil und eine Lebenseinstellung.

Im Fokus stehen der Genuss, die Bewahrung kulinarischer Traditionen und der Erhalt der biologischen Vielfalt unserer Lebensmittel.

Wer slow isst, kauft regional und saisonal ein, bereitet die Speisen selbst und aufmerksam zu und genießt sie entweder bewusst alleine, teilt aber in den meisten Fällen das Essen mit anderen.

Slow zu Essen, bedeutet, sich der Herkunft und Zubereitung der verwendeten Lebensmittel bewusst zu werden, sie zu schützen und zu bewahren. Es bedeutet auch, sich für die Zubereitung und das Essen selbst Zeit zu nehmen, es zu genießen und andere an diesem Genuss teilhaben zu lassen.

Ehrlichkeit, Sauberkeit, Genuss, Tradition, Zeit, Gemeinschaft, Freude …. all das steckt in den zwei kleinen Worten - Slow Food.

Das Logo von Slow Food ist die Weinbergschnecke, als Symbol der Langsamkeit. Dieses Symbol zeichnet Produkte und Lokale aus, die den Kriterien von Slow Food entsprechen und bedenkenlos konsumiert/besucht werden können.